Redeangst überwinden- auf der Bühne und bei Meetings

Die Redeangst überwinden: Tipps und Methoden


Vielen Menschen graut es vor einem Auftritt vor Publikum. Schon das Referat im Leistungskurs war eine einzige Herausforderung. Total verkrampft und auf alles gefasst, schleppt sich der Prüfling ans Rednerpult. Dort bringt er zunächst keinen Satz heraus, verhaspelt sich dann. Die Stimme macht sich selbständig und verfällt mitunter in einen merkwürdigen Singsang, der auch beim letzten Gutwilligen im Publikum ernsthafte Zweifel an der Qualität der Ausführungen aufkommen lässt.


Aber die Peinlichkeiten nehmen irgendwann ein Ende. Und der Eleve ist anschließend fest entschlossen, seine Vortragskunst zu verbessern und in Zukunft einen besseren Auftritt abzuliefern. Lampenfieber aber, so sei ihm gesagt, ist kein Schicksal, man kann gegen die Ursachen vorgehen und für Abhilfe sorgen. Denn ohne eine entsprechende Vorbereitung auf einer Bühne und plötzlich im Rampenlicht zu stehen, ist für uns alle eine besondere Situation. Wer sich als Naturtalent bezeichnen kann, dem wird das Lampenfieber wenig anhaben können. Aber die meisten von uns müssen an sich arbeiten und einige praktische Regeln beachten.

Sind Sie „im Thema“? Oft hat die Unsicherheit bei einem Vortrag eine ganz simple Ursache, die sich leicht abstellen lässt. Denn den Redner überkommt unter Umständen die Angst, seine Vorbereitungen könnten nicht ausreichend sein und die Experten im Publikum nicht überzeugen. Gegen diese Furcht hilft nur eine gute Vorbereitung. Wer von seinen Darbietungen überzeugt ist, alle Inhalte mehrfach überprüft hat und sich auf dem neuesten Stand befindet, kann sich auch mit kritischen Fragen eines Fachpublikums gelassen auseinandersetzen. Aber eine gut Vorbereitung beginnt selbstverständlich nicht erst unmittelbar vor dem Event. Nur wenn das Erarbeiten der Rede schon sehr bald nach der Festsetzung des Termins beginnt, bleibt für das Durcharbeiten der Materialien ausreichend Zeit. Dann sind auch Unterbrechungen kein Drama, und für die Recherche bleibt ausreichend Zeit, damit das Thema am Ende umfassend vorbereitet ist.



Das Auditorium verbindlich ansprechen Ein guter Redner hält Kontakt mit seinem Publikum. Er sieht die Leute mit geradem Blick an, das schafft so Vertrauen und beruhigt die eigene Psyche während der Präsentation. Auch ein Pseudo-Dialog ist hilfreich. Auf Sätze mit der Bitte um Zustimmung folgt zwar nie eine ausdrückliche Entgegnung der Zuhörer. Aber es entsteht eine Bindung als Basis für ein besseres Verständnis des Vortrags. Manche Autoren kennen die Angst vor dem weißen Blatt. Ähnlich der Redner mit einem Horror vor dem leeren Kopf. Dagegen hilft ein ausformulierter erster Absatz, den man auswendig lernt. So gelingt der Einstieg in den Vortrag auf jeden Fall. Und auch ein komplett ausgearbeiteter Vortrag wird von vielen Rednern bevorzugt. Besonders von Profis, die denselben Inhalt im Abstand von Monaten oder Jahren immer wieder vorstellen. Mit der Zeit stellt sich dann eine gewisse Souveränität ein, einzelne Passagen hält der Redner frei und ergänzt sie mit tagesaktuellen Vorkommnissen. Mindestens gehört aber eine ausreichende Sammlung von Gedächtnisstützen zu jeder guten Vorbereitung. Am besten sind Karteikarten geeignet, lose Zettel wirken einfach unprofessionell. Die wichtigsten Punkte befinden sich so immer in Reichweite, Ablenkungen bringen die Rede nicht durcheinander. Und die Präsentation enthält ganz bestimmt alle wesentlichen Aspekte.


Fest verankert im Selbst

Gegen alle Arten von Stress konnte sich ein persönlicher Gegenstand bewähren, den man bei sich trägt und der einen positiven Bezug zur eigenen Persönlichkeit herstellt. Wir alle kennen das als Talisman, der Psychologe spricht von einem Anker. Wenn Unruhe oder Unsicherheiten den Vortrag gefährden, erinnert der Anker den Redner an ein bestimmtes Ereignis, einen Lernerfolg oder ähnliches. Auch dies ist eine aktive Methode, mit der man die innere Sicherheit unmittelbar wiederherstellt.


Unmittelbar vor dem „Auftritt“ Machen Sie sich mit der Umgebung vertraut. Die meisten Redner nutzen jede Gelegenheit vor dem Einlass des Publikums, um sich den Raum genau anzusehen. Sie gehen ein paar Schritte auf der Bühne umher, stellen sich ans Pult, um die Atmosphäre aufzunehmen. Zwar fehlen jetzt noch die Zuseher, aber mit der Zeit ersetzt die Vorstellung den leeren Saal. Der Redner weiß dann, was auf ihn zukommt. Wenn etwas später sein Vortrag beginnt, ist er bereits mit dem Veranstaltungsort vertraut und im Hier und Jetzt angekommen. Werden Sie locker. Die Redeangst existiert nicht nur im Kopf, sondern bildet sich auch in der Muskulatur ab und sogar in den Organen. So entstehen Verkrampfungen, und die Bauchspeicheldrüse produziert mehr Magensäure. All diese Symptome müssen Sie jedoch zunächst überwinden, sonst beeinträchtigen die Symptome den Vortrag. Leider nützt es wenig bis gar nichts, wenn man sich die Entspannung befiehlt. Besser setzt man dem Stress stattdessen eine positive Aktivität entgegen. Spüren Sie zunächst Ihre Hände und Arme und achten auf eine angenehme Rückmeldung. Oder Sie konzentrieren sich auf die obere Kopfhaut und nehmen anschließend die Fußsohlen wahr. Auch beim Gehen erhalten Sie durch das „Anspüren“ jederzeit eine genaue Information über Ihren Zustand. „Vom Scheitel bis zur Sohle“ sorgen diese Übungen für eine zuverlässige Selbstwahrnehmung. Ein fester Stand verschafft dem Redner zudem ein bewusstes „Auftreten“ und die nötige Sicherheit. Mit diesen Gegenmaßnahmen vertreiben Sie jede Unruhe. Vielmehr gewinnen Sie Ihre Selbstsicherheit zurück und lassen der Redeangst keine Chance.

Durch Musik frei und gelassen reden Die Angst zu sprechen spielt sich hauptsächlich in der rechten Gehirnhälfte ab. Hier entstehen die Emotionen, auch die negativen, in der linken Hemisphäre aber ist die Rationalität zu Hause. Durch die Beunruhigungen vor einem Vortrag haben es die logischen Elemente schwer, sich gegen die Ängste durchzusetzen. Die Musik aber hat die besondere Eigenschaft, dass durch sie ein gewisser Gleichklang zwischen den beiden Abteilungen entsteht. Musik sortiert das Gehirn, und so kommt auch die Ratio wieder zu ihrem Recht. Das Lampenfieber verschwindet und ein Zustand der Ausgeglichenheit stellt sich ein. Nicht nur für das Gelingen eines Vortrags ist die Balance zwischen den Hirnhälften eine wesentliche Voraussetzung für die nötige Gelassenheit. Die Atemtechnik Was viele Redner befürchten, ist das Versagen ihrer Stimme während des Meetings oder auf der Bühne. Durch entsprechende Übungen lässt sich dieses Ungemach aber vermeiden. Während der Lehrerausbildung ist deshalb die Sprecherziehung ein Pflichtfach. Die Studenten üben die korrekte und bewusste Aussprache von Vokalen und Konsonanten. So erhalten sie einen professionellen Zugang zu ihren Sprechwerkzeugen. Dabei richten sie ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Atmung. Diese sollte ruhig sein und bewusst, dann findet sich schnell der richtige Rhythmus für den Vortrag. Unter Stress verflacht die Atmung, wird extrem kurz und versorgt den Organismus nicht mit der ausreichenden Menge an Sauerstoff. Als Folge entsteht besonders im Gehirn bald eine Unterversorgung, weil sich die Schaltzentrale an der höchsten Stelle des Körpers befindet. Außerdem wird das Ausatmen unwillkürlich reduziert, um die geringe Menge länger zu nutzen. Das bedeutet aber auch, dass nun eine Übersäuerung entsteht. Ausatmen ist aber basisch und bringt das Säure-Basen-Verhältnis wieder ins Gleichgewicht. Also vor einem Meeting oder dem Auftritt vor Publikum langsam und bewusst ausatmen, um die Übersäuerung abzubauen. Übrigens reduziert sich durch eine verlangsamte Atmung auch eine hohe Herzfrequenz, die bei jeder Aufregung mit im Spiel ist. Die Atmung ist die einzige Möglichkeit, einen hohen Puls selber aktiv zu regulieren. Damit diese Übungen aber auch wirken, trainiert man sie beizeiten und integriert sie in den Alltag. So können Sie bei Bedarf, nämlich bei der nächsten Rede, sicher sein, dass sie funktionieren.



Mit Hypnose die Sprechangst überwinden Oft haben sich aber unangenehme Erfahrung dermaßen festgesetzt, dass sie intensiv behandelt werden sollten. In der Schulzeit etwa kann es zu Situationen kommen, die nachhaltige Blockaden dauerhaft etablieren. Oder es liegt eine natürliche Schüchternheit vor, die für den Betroffenen schwer zu überwinden ist. Mit Hypnose ist es aber möglich, die Redeangst zu reduzieren, so dass eine normale – und sinnvolle – Anspannung vor einem Vortrag zum Normalzustand wird. So kann der Redner seine Inhalte sicher abrufen und sein Publikum überzeugen.


VR-Brille und IT Auch die neuen Medien können einen Beitrag leisten, um in Zukunft unbefangen eine freie Rede halten zu können. In der Psychologie ist seit langem bekannt, dass die Konfrontation mit angstauslösenden Situationen den Patienten von seinen Beeinträchtigungen befreit. Besonders die VR-Brille versuchen Pädagogen bei einer Desensibilisierungs- Strategie einzubinden. Einige Unternehmen bieten bereits die notwendige Hard- und Software an, die Probanden unterstützt, wenn sie sich ihren Ängsten stellen, um sie zu überwinden. Aber auch die Analyse der Präsentation mit Hilfe der Software der VR-Brille sollte nicht zu kurz kommen. So kann der Vortragende unmittelbar Bewertungen seiner Rede erhalten, damit er seine Leistung besser einschätzen kann. Prüfbare Kriterien sind die Redegeschwindigkeit, die Blickkontakte des Redners, seine Aussprache oder die Häufigkeit von Füllwörtern.



Die Anwendung der VR- Brille findet auch in meinen Sitzungen statt. Nachdem blockierende Verhaltensmuster aufgelöst wurden, wird die Brille eingesetzt, um das neue Verhalten zu festigen, damit sich der Kunde in Meetings oder auf der Bühne immer sicherer fühlen kann.



Sollte Bedarf bestehen an weiteren Ausführungen, kontaktieren Sie mich bitte unverbindlich.


Dem Thema Redeangst widme ich mich seit Jahren mit nachhaltigen Erfolgen auch bei schweren Blockaden und Beeinträchtigungen der freien Rede.


Bei Interesse an weiterführenden Informationen bin ich gerne behilflich.

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